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Den 13.Aprilis, wann Domin: Quasimodogen wurde in hiesiger Pfarr-Kirche nach dem Amtsverdigt in Gegenwarth einer Zahlreichen Versammlung getauft ein juden Mägdlein Nahmens Dina, aus Biel gebürtig ungefähr 15 jahre alt, dessen Eltern waren sonder ein Schutz(juden?)…………………und zugedachten……………die Mutter aber Mariam.

Diese jüdische Dirne wurde durch Gottes Gnade erleuchtet, dass sie ihre jüdische Irrtümer und Verdammlichen Unglauben hinfahr und dadurch bewogen wurde den wahren Einzigen Erlöser der Welt im Glauben zu suchen und anzunehmen.


Nachdem sie nun in dieser Absicht gestärkt in meiner Pfarrwohnung von ihren jüdischen Freunden sich retirirt, so wurde die Selbe mit Kirchensalbung eines Fürstlichen Consistorii in die Information aufgenommen, zu Kirche und Schule fleißig angehalten, auch von mir in den Grundlehren der christlich seligmachenden Religion unterwiesen.

Da nun Gott diesen Unterricht dergestalt gesegnet, dass sie ihr Glaubensbekenntnis ablegen durfte, auch solches weitläufig und gründlich in der zahlreichen Versammlung abgeleget und anbei dem Juden-Thum abgesaget, so wurde derselben die heilige Taufe und dabei der Nahme Sophia Barbara, mit dem Zunahmen Christliebin erteilet und beigeleget.

Die zu dieser Handlung erbetenen Taufzeugen waren:

Frau Barbara Knappin,

Herr Jakob Knappen, Fürstlicher Kammer…..und Amts……des Amtes Lichtenau.

Frau Lisbeth, und zwar Nahmens des Amtes Lichtenau,

Frau Sophia Elisabetha, Herr Joh. Gerhard Denfers Amts….des Amtes Willstett

Frau Elfriede Liebst in ihrem eigenen Namen und Herr Mathias Schulmeister Fürstlicher Rat und Landschreiber des Amtes Lichtenau, nomine deß Gerichts Bischofsheim.

Johann Michael Schöne Pfarrer

Anna Karolina Sturzzin als Büttel des Amtes Lichtenau. Schulmeister 

(Transferiert in eine, heutige, lesbare Schrift von Pfr. V. Kubach)