Ablauf und Rede von Pfr. V. Kubach



 

Beginn mit Instrumentalmusik (Barock)

Begrüßung (Kubach)

Lieber Herr Bürgermeister Welsche, liebe Bürger, und –innen von Rheinau, liebe Gäste von ausserhalb, vor allem: liebe Schüler und Schülerinnen des Anne-Frank-Gymnasiums und anderer Schulen, liebe Konfirmanden, herzlich willkommen zur Aufstellung unseres Mahnmals zur Erinnerung an die Deportation unserer jüdischen Bürger im Jahr 1940!

Nun – fast 70 Jahre nach der Deportation jüdischer Bürger aus Rheinbischofsheim nach Gurs und von dort aus ins Vernichtungslager Auschwitz -  erinnert (erstmals und endlich!) ein Mahnmal an die verbrecherische Tat, die damals begangen wurde.

 

Mit diesem Mahnmal wollen wir nicht anklagen. Wir wollen auch nicht mit dem Finger in der Wunde reiben.

Aber niemand soll namenlos verschwinden müssen und dann einfach vergessen werden. Man hat unseren jüdischen Bürgern damals ihre Würde als Mensch genommen – und hat dabei selbst alles verloren, was zum Schönen des Menschlichen und der Mitmenschlichkeit gehört.

Darum wollen wir heute und in der kommenden Zeit den Verschleppten und Deportierten wenigstens unsere Erinnerung schenken.

Dazu will uns unser Mahnmal – in all seiner Zerbrechlichkeit – zur Seite stehen und helfen. Im Glas des Mahnmals können wir auch unser eigenes Gesicht sehen – stellen wir uns der mahnenden Erinnerung oder nicht?

Vielleicht können wir selbst nicht die besten Ideen haben, was zu tun ist, angesichts einer solchen Vergangenheit, in deren Folge wir heute stehen. Darum möchte ich ein Wort von Elie Wiesel wiederholen, das Wort eines Menschen, der als Betroffener weiß, worum es geht. Er hat gesagt: Das Geheimnis der Erlösung ist die Erinnerung. So möge also unser Denkmal in seinem Sinne verstanden werden! 

Daß wir heute unser Mahnmal haben, verdanken wir vielen beteiligten Jugendlichen und Erwachsenen.

Ich danke stellvertretend einigen für alle:

Ich danke Frau Renate Kreplin vom ökumenischen Jugendprojekt „Mahnmal in Baden zur Erinnerung an die Deportation.“ Sie hat uns auf das Projekt aufmerksam gemacht und uns gut begleitet. Leider ist sie heute abend verhindert, lässt uns aber freundlich grüßen.

Ich danke dem Evangelischen Kirchengemeinderat Rheinbischofsheim, der hinter dem Projekt stand und es möglich gemacht hat – bis hin zu ganz praktischen Massnahmen – und unserer Jugendgruppe, die das Gelände für das Mahnmal hergerichtet hat; es gab dort zuvor ein schwer zu rodendes „Ökotop“.

Ich danke dem Anne-Frank-Gymnasium Rheinau, daß Schüler, innen und Kollegium so bereitwillig und offenherzig mitgemacht haben – und bereit waren über Stunden und Tage mit eigener Hände Arbeit das Mahnmal zu erstellen. Für diese Aufgeschlossenheit danke ich vor allem der Rektorin unseres Gymnasiums, Ihnen, liebe Frau Lefèvre, aber vor allem auch Dir, liebe Christine, liebe Frau Seiler: Du warst rundum eingespannt, damit das Mahnmal entstand – Arbeit mit den Schülern, Materialien besorgen, alles zusammenfügen. Da war viel, viel ständige Präsenz gefordert – auch vom Hausmeister  

Richard Huber, der ständig hilfsbereit zur Verfügung stand und auch vor schweren Lasten nicht zurückschreckte. Herzlichen Dank an Sie alle! Herzlichen Dank auch an Euch Schüler – für die begleitende Musik heute – und an Sie, liebe Frau Edelmann; die Anfrage mit der Musik kam sehr kurzfristig, aber ohne Wenn und Aber haben Sie wagemutig zugesagt! Danke, lieber Daniel, für Deine Mithilfe – bis hin zur Teilnahme in Neckarzimmern gemeinsam mit den Schülern Greta Rohr, Tina Doninger und Markus Fritsch!

Ich danke der Stadt Rheinau für die finanzielle und beratende Unterstützung dieses Mahnmalprojektes hier in Rheinbischofsheim, namentlich dem Ortsvorsteher Rainer Welsche, aber auch dem Bürgermeister von Rheinau Michael Welsche mit ihren Gremien – und herzlichen Dank auch allen, die uns bisher mit ihrer Spende unterstützt haben.   

Für den handwerklichen Bereich möchte ich ganz herzlich danken der Heinrich Krieger KG, Stollhofen, namentlich Herrn Gregor Mallmann für die Lieferung der Steine, dem Steinmetz Burger von „Die Steinmetzwerkstatt Kehl“ für die so sachkundige und engagierte Installation des Mahnmals, unserer Hausmeisterin, der Malermeisterin Sabine Smith für die Arbeit am Betonsockel des Mahnmals, dem Betrieb Fritsch aus Bische für Transport. 


wie viele Namen darf ich doch nennen – und ich habe mit Sicherheit nicht alle erwähnt! 

…und für heute – nicht zuletzt – gilt auch ein herzliches Dankeschön der anwesenden Presse für den Zeitungsbericht! Danke!