Die Pfarrer der Kirchengemeinde Rheinbischofsheim von 1218 bis heute

sdchdjskchsdjkcdjscdc 1218 Wernherus Weitere Daten sind uns leider nicht bekannt
     Johannes von Utenheim gest. 1326; Grabstein war in der Klosterkirche Schwarzach; er war in den Jahren 1270-1301 Pfarrer im elsässischen Stutzheim und stiftete 1301 eine Seelenmesse für sich in Schwarzach.
Hinweis - für den wir herzlich danken - von Prof. Dr. K. Krimm, Generallandesarchiv Karlsruhe 
   1471 Leutpriester Jakob Eisenbis  1471 (erwähnt in einer Schrift Hanau-Lichtenbergischer Urkunden, Staatsarchiv Darmstadt A 14 Nr 1132, vgl. F. Battenberg, Lichtenberger Urkunden Bd. 4, S. 6) 
Wir danken wiederum ganz herzlich für diesen Hinweis Herrn Prof. Dr. K. Krimm, Generallandesarchiv, Karlsruhe !
   1489  Thomas Wolff

Verhängt den Bann über die Gemeinde, weil sie ihm den Holzzehnten verweigert.

Der spätere Probst des Stifts zum Alten St. Peter in Straßburg, Dr. Thomas Wolf, geriet 1489 in einen Streit mit der Gemeinde Bischofsheim. Er hatte die Pfarrpfründe in Bischofsheim erlangt und forderte 1489 von der Gemeinde den Holzzehnten.
Als die Gemeinde sich weigerte, einen solchen Zahnten zu entrichten, sprach er den Bann über die Gemeinde aus und verrichtete keinerlei kirchliche Handlungen mehr.
Zu dieser Zeit besaßen Graf Philipp von Hanau-Lichtenberg und Graf Simon Wecker von Bitsch das Amt Lichtenau, sie wandten sich mit der dringenden Bitte an das Straßburger Domkapitel, es solle dafür sorgen, daß der Pfarrer die armen Leute wieder "außer Bann schaffe". 
Der Pfarrer weigerte sich, dieser Aufforderung zu folgen. Wie der Streit ausging, wissen wir nicht, da keine weiteren Akten erhalten sind. Ohne Zweifel hat dieses eigenmächtige Vorgehen die Gemeinde sehr erbittert.

Quelle:
Zur 700 Jahr Geschichte von Rheinbischofsheim
Notizen aus der Geschichte von Rheinbischofsheim
Staatsarchiv Dr. Hans Georg Zier, Karlsruhe

     Graf Philipp IV von Hanau-Lichtenberg (1514-1590) führte seit 1545, wo er im Einvernehmen mit Bucer erstmals evangelische Prediger berief, das gesamte hanau-lichtenbergische Land dem neuen Glauben zu, freilich nicht ohne Widerstände, da sowohl die Gräflich Bitscher Linie, mit der er das Amt Bischofsheim gemeinschaftlich besaß, als besonders die Bischöfe von Straßburg und die Abtei Schwarzach, die in einigen Gemeinden den Pfarrsatz hatten, zeitweilig Schwierigkeiten bereiteten.
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1564
 Martin Hildebrandt  Martin Hildebrandt (gestorben 1564), katholischer Geistlicher, aber verheiratet.
   1564 – 1567  Basilius Romanus  Basilius M. Romanus (Römer), geboren 1530 in Köthen, Studium in Wittenberg, dort 1552 Magister, Pfarrer in Schwäbisch Hall, 1564 – 1567 Pfarrer hier, hier entlassen, 1572 – 1589 Pfarrer in Bornheim.
   1567 - 1579  Josias Udenius  Josias Udenius, 1562 Pfarrer in Sand, 1567-1578 in Rheinbischofsheim, hier als « Flacianer » abgesetzt, weil er als einziger unter den 66 Pfarrern der Grafschaft Hanau-Lichtenberg die Unterschrift unter die FC(Konkordienformel) verweigert. Er war also wahrscheinlich ein Gnesiolutheraner, die den sogenannten Philippisten gegenüber standen, d.h. den Anhängern Philipp Melanchthons, und die eine radikale Erbsündenauffassung vertraten. Erst mit der Einigung auf die Konkordienformel kam es 1577 zu einem gewissen Ausgleich der Lehrstreitigkeiten.
   1579 - 1587  Tobias Römer  Tobias Römer (Remer, Romerus, Romanus) geboren in Grüningen, Provinz Sachsen. 1576 Diakon in Bouxwiller, 1578 Pfarrer in Rheinbischofsheim, einige Zeit in Freistett; hier gestorben 1587.
       
   1587 - 1610  Christoph Acker Es ist nicht bekannt, wann er in Zweibrücken geboren wurde, vermutlich im Zeitraum von 1545 bis 1555.
1578 übt er Pfarrdienste im reichsritterlichen Dorf Fürdenheim bei Straßburg unter den Herren von Urendorf aus. Am 5. August 1578 heiratete er die Küferstochter Maria Ingweiler. Aus dieser Ehe gehen die fünf Kinder Maria, Martha, Elisabeth, Johannes und Magdalena hervor, wobei die drei letztgenannten Kinder noch im Kleinkindalter sterben. In dieser Zeit war Christoph Acker als Pfarrer in Oberbetschdorf in den Dienst der Grafen von Hanau-Lichtenberg getreten. Nur vier Jahre blieb er im Töpferdorf Oberbetschdorf, wohl wegen des desolaten Pfarrhauses dort. Zum 20. August 1582 ernannte in der hanau-lichtenbergische Landesherr zum ersten Pfarrer von Freistett, allerdings mit der Auflage, zunächst noch als Pfarrer in Rheinbischofsheim tätig zu sein. Freistett war in der Zeit davor von Bische aus pfarrdienstlich versorgt worden. Im Jahr 1584 war der Umzug nach Freistett. Acker predigte dort erstmals am 16. September 1582 und ein letztes Mal wohl im Frühjahr 1578 und war von Freistett aus auch für die Evangelischen in Renchenloch und Memprechtshofen zuständig. Im selben Jahr wurde er nach Rheinbischofsheim berufen, so daß er also dorthin zurückkehren musste, von wo aus er wenige Jahre zuvor weg gegangen war. 1578 wurde er also Pfarrer in Rheinbischofsheim und wirkte hier 23 Jahre lang bis zu seinem Tod am 28. Juli 1610 in Rheinbischofsheim. In jenen Jahren ging es in den Hanau-Lichtenbergischen Landen wirtschaftlich wieder bergauf. So erhielt im Jahr 1608 erhielt Rheinbischofsheim das Marktrecht. Nach dem Tod der Frau Maria Acker, geb. Ingweiler, hatte Christoph Acker am 21. Januar 1595 in Rheinbischofsheim die Straßburger Bürgerstochter Susanna Greiner geheiratet. In den neun Ehejahren wurden ihnen die Kinder Susanna, Heinrich, Catharina und die Zwillinge Carl und Georg geschenkt, wobei nur Heinrich und Catharina das Kleinkindalter überlebten.

Quellen: G. Schildberg, S'Bischemer Pfarrerbichel, Aus der Stadt Rheinau; Mitteilungen des Historischen Vereins 2004 und: M. Wolters (Hrsg.), Aus dem Freistetter Kircenbuch, BD 1 Pfarrer und Familien im Kirchspiel Freistett-Renchenloch-Memprechtshofen 1621-1736; 2001

  1610 - 1625 Johannes Örtel Johann Oertel (Ortelius), geboren in Hof, Voigtland, Schulmeister in Herlesheim, 1609 Diakon in Lichtenau, 1610-1625 Pfarrer in Rheinbischofsheim, gestorben 1628
  1625 -1630 Joachim Wendlandt Joachim Wend(t)land, M., aus Pommern, 1617 Schulmeister in Willstätt, 1622 Pfarrer in Eckartsweier, 1625 Pfarrer in Rheinbischofsheim, hier gestorben 1630.
  1630 - 1631 Johann Jacob Ruck Johann Jakob (Ruckus), M, geboren in Straßburg, 1603 Pfarrer in Fürdenheim, 1605 in Quatzenheim, 1609 in Romansweiler, 1617 Diakon an Jung Sankt Peter in Straßburg, 1629 enthoben „ob mores pravos“, 1630 Pfarrer in Rheinbischofsheim, hier 1631 gestorben.
  1631 - 1646 Michael Saxo Michael Saxo (Saxonius), geboren in Freiwalde, 1622 Diakon in Lichtenau, 1627 Pfarrer in Drusenheim, 1631 Pfarrer in Rheinbischofsheim und hier gestorben 1646. Nach der Schlacht von Nördlingen zeitweilig geflüchtet.
  1646 - 1666 Philipp Kirchner Philipp Kirchner, M., Pfarrer in Drusenheim, 1627 Diakon in Herlisheim und Pfarrer von Norweiler, 1632 Pfarrer in Morsbronn, versieht später auch Preuschdorf und schließlich das ganze Amt Wörth, bis ihm um 1645 die weitere Tätigkeit von den Katholiken verwehrt wird. 1646 bis 1667 Pfarrer hier. Im Anschluss an die Stelle in Morsbronn heisst es in einem Bericht: 
"Als er um des Krieges willen nicht länger im Amt bleiben konnt, sondern im Amt Lemberg eine Zeit lang die Kirchen versehen, er 1646 uff die Pfarr Bischem befördert wurde. "
  1667 -1675 Joachim Westphal Joachim Westphal, geboren in Stralsund, Dr. jur., Studium 1660 in Gießen. 1663 Diakon in Lichtenau, 1667 Pfarrer hier, ab 1675 Pfarrer in Willstätt, hier nur ein ¾ Jahr, danach Pfarrer 1677 in Westhofen, von 1677 bis 1688 in Babenhausen; gestorben mit 63 Jahren. Hatte die Tochter des Pfarrers Andreas Flügel geehelicht.
1675 - 1677 Johann Michael Spener Johann Michael Spener, M., geboren 1643 in Rappoltsweiler, Bruder vonPhilipp Jakob Spener, dem Begründer des Pietismus, 1672 Diakon in Lichtenau, 1675 Pfarrer hier, 1678 in Herlisheim, dort der letzte evangelische Pfarrer, 1687 von den Franzosen abgesetzt und misshandelt, floh 1688, gestorben 1708 als Pfarrer von Beutingen im Hohenlohischen.
  1683 - 1688 Samuel Fasco Samuel Fasco, geboren in Poesing bei Pressburg, Pfarrer im Elsaß, 1638-1688 Pfarrer hier, Diakon in Bouxwiller.
1688 - 1734 Georg Andreas Thürmann Georg Andreas (Dürrmann), M., geboren 1658 in Gludertheim, 1684/5 in Pirmasens, 1685 Pfarrer in Imbsheim, Bouxwiller, 1688 von dort vertrieben, 1734 gestorben als Pfarrer hier. 
Die Schnecke ließ sich Pfr. Thürmann über seine (heute noch in Bische) erhaltene Tür einzeichnen. "Klein, aber mein" ließ er lateinisch dazu schreiben.
  1734 - 1751 Georg Friedrich Walther Georg Friedrich Walther geboren In Bouxwiller, Studium 1707 in Straßburg, 1719 Diakon, von 1734 bis 1751 Pfarrer hier, hier 1752 gestorben.
  1752 - 1788 Johann Michael Schöne Geboren in Kochen, 1731 Karlsruhe, 1732 Diakon in Lichtenau, 1735 Pfarrer in Leutesheim, 1736 in Legelshurst, 1752 bis 1788 Pfarrer hier, hier 1788 gestorben.
Reichsdeputationshauptschluß 1803:
Es entsteht ein Kirchenbezirk Rheinbischofsheim, der zu Baden gehört, bestehend aus dem rechtsrheinischen Besitz der ehemaligen Grafschaft Hanau-Lichtenberg. In diesen Kirchenbezirk gehören die Gemeinden: Auenheim, Bodersweier, Diersheim, Eckartsweier, Freistett, Hesselhurst, Kork, Legelshurst, Leutesheim, Lichtenau, Linx, Memprechtshofen,Rheinbischofsheim, Sand, Scherzheim und Willstätt.
1788 -1810 Philipp Jacob Küß Geboren 1758 in Bouxwiller, Studium in Jena und Gießen, Hauslehrer im Elsaß, 1788 Pfarrer hier, 1810 hier gestorben.Am 11. Oktober 1807 heiratete die Tochter von Philipp Jacob Küß – Dorothe - den Daniel Ehrenfried Stoeber. Ehrenfried Stoeber und seine Söhne wurden zu bekannten Heimatdichtern des Elsaß. Das bekannte Lied „D’Hans im Schnoogeloch“ stammt von Ehrenfried Stoeber.
Grab des J.G.Venator an der Bischemer Kirchenwand 1810 -1840 Johann Georg Venator Geboren 1770 in Primasens, 1792 Lehrer an der Lateinschule, 1796 Diakon in Kork, 1798 Pfarrer in Willstätt, 1810 Pfarrer hier, hier 1840 gestorben; verehelicht mit der Tochter des Pfarrers Gottlieb Ludwig Schmidt, der 1801 Dekan in Hornberg war und sich dort die Ungnade des württembergischen Königs zuzog, weshalb er bei der Übergabe von Hornberg nach Baden in unsere Landeskirche entlassen wurde.

 

 Baubeginn 1870,  Fertigstellung der Kirche 1876

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1868 – 1882 Ferdinand Friedrich Zandt Geboren 1817 in Sulz. 1841 in Badenweiler, 1842 in Epfenbach, 1844 Pfarrer in Leibenstadt, 1851 Pfarrer in Memprechtshofen, 1866 in Lichtenau, von 1868 bis 1882 Pfarrer hier. Seit 1859 Dekan des Kirchenbezirks Rheinbischofsheim, mit dem 1867 der bis dahin selbständige Kirchenbezirk Kork vereinigt wird. Mitglied der Generalsynode 1871, 1876.
1883 – 1906 Ludwig Friedrich Pfeiffer

Geboren 1845 in Karlsruhe, Vater Hofmusikus, Studium in Jena und Heidelberg, 1868 Schwetzingen, 1869 Breitenbronn, 1871 Meckesheim und Sinsheim, 1872 Gaiberg, Flehingen, 1874 Pfarrer in Bargen, 1883 bis 1906 hier. In dieser Zeit war auch Herrmann Maas Vikar in unserer Gemeinde

1907 – 1917 Heinrich Kamm

Geboren 1866 in Eppingen, Vater Schmied, Studium in Heidelberg, Berlin und Straßburg, 1891 Wolfenweiler, 1892 Unterschefflenz, 1893 Mundingen, Weisweil, 1894 Heidelsheim, Pastorationsgeistlicher in Philippsburg, 1897 Pfarrverweser in Wittenweier, 1899 Pfarrer in Mühlbach, 1907 hier, 1918 – 1928 in Neckarelz, gestorben 1938 in Mannheim, beerdigt in Heidelberg; verehelicht mit der Tochter des Pfarrers Theodor Freyburger.

   
1918 – 1921 Dr. Otto Willareth

Geboren 1867 in Ihringen, Vater Lehrer, Studium in Heidelberg und Straßburg, 1890 Pforzheim-Brötzingen, 1891 Wertheim, 1892 Pfarrer in Eubigheim, 1899 in Sand, 1918 hier, 1921 in Reichartshausen, 1925-1930 in Ruhestand Religionslehrer an der Handelsschule in Heidelberg, 1898 Dr. phil. In Würzburg, 1903 Lic. Theol. In Straßburg. Seine Tochter Emma studierte auch Theologie, wurde 1930 unter die Pfarramtskandidaten aufgenommen, wurde Pfarrgehilfin (!) und Religionslehrerin.

Pfarrer Julius Mayer 1921 – 1933 Julius Mayer

Julius Chr. Ad. Mayer, geboren 1877 in Keppenbach, Studium in Erlangen, Hamburg und Heidelberg, 1901 Grötzingen und Schwetzingen, 1902 Emmendingen, 1904 Freiburg, 1905 Pfarrverweser in Meßkirch, 1907 Pastorationsgeistlicher, 1912 Pfarrverweser, 1913 in Gengenbach, 1921 hier, 1933 hier gestorben. Beerdigt in Emmendingen.

Pfarrer Schwindt 1934 – 1942 Hans Schwindt

Hans Heinrich Schwindt, geboren 1907 in Durmersheim, Vater Bahnhofsvorstand, Studium in Bethel, Marburg, Tübingen und Heidelberg, 1931 hier, 1933 Altstadtpfarrer in Karlsruhe, 1934 in Rheinbischofsheim. Pfarrer Schwindt war bei der Bekennenden Kirche (seine Erklärung). Deshalb wurde er als Soldat an die Front geschickt. Nach einem Heimaturlaub (1942) sollte er wieder an die Front zurück, kam dort aber nie an. Er gilt als vermisst.

   

Der Konfirmandenunterricht bestand weitgehend im Diktat von Bibelstellen und Gesangbuchliedern und katechetischen Texten. Man schrieb zunächst ins Unreine, um das Mitgeschriebene hinterher noch einmal sauber ins Konfirmandenheft zu schreiben. Liesel Götz, vgl. Foto bekam für ihre saubere Heftführung ein dickes Lob. 
Im Heft auch noch die Unterschrift von Pfr. Schwindt

   
1945 - 1948

Pfarrer Justus Reichert

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Er hielt in Pfarrgarten und Pfarrscheune (an deren Stelle später das Gemeindehaus gebaut wurde) Ziegen, Enten und Hühner. Im Garten wurde Obst und Gemüse angepflanzt und geerntet. Die süßen Kirschen waren auch bei Konfirmanden begehrt, die heimlich auf die Kirschbäume stiegen. Die Konfirmanden mussten bei ihrer Konfirmation als Chor auftreten; 1948 sangen sie etwa die beiden Lieder „Ich bete an die Macht der Liebe“ von Gerhard Tersteegen und „Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ“ von Samuel Preiswerk, dem Großvater von C.G. Jung, einstudiert von Frau Rosina Lasch
Danach war er von 1948 bis 1959 Gemeindepfarrer in Kraichtal-Bahnbrücken und initiierte dort eine ökumenische Diakoniestation. Im Jahr 2003 starb seine Frau; er folgte ihr nur wenige Jahre danach.

Pfarrer Franz Fath 1948 - 1955

Pfarrer Franz Fath

Er predigte auf der Kanzel (erst seit Pfr. Plagge wird nur noch vom Stehpult her gepredigt) und sprach dabei immer frei, oft begleitet von starken Bewegungen: „Er donnerte mit den Händen auf die Kanzel.“ Er bezog sich dabei oft auch auf tagespolitische Ereignisse. Eine große Kirchenrenovierung stand in diesen Jahren für ihn an. Man sah ihn oft mit dem Talar (!) auf seinem NSU-Motorrad (NSU-Lux) von Bische nach Holzhausen zum Gottesdienst fahren (und natürlich retour). Er hatte wohl viel Sinn für den Gottesdienst und dessen Gestaltung; viele liturgische Elemente, Kerzen etc, wurden von ihm eingebracht.

  

 
Pfarrer Scheel 1956 - 1962 Pfarrer Friedrich Karl Scheel Er, ein eher stiller, ruhiger Mann, war hier in Rheinbischofsheim Pfarrer von 1956 bis 1962. In Unterricht und Predigt hielt er sich streng an die Bibel. Seine lebenslustige Frau hatte für die Kinder in der Gemeinde immer etwas übrig. Auf einem Auge war er erblindet. Danach wurde er in die Militärseelsorge berufen, in Achern war er tätig, wurde Militärdekan, 1973 war er Personalreferent der Militärseelsorge im Kirchenamt in Bonn, wo er 1993 in den Ruhestand ging und dort auch seinen privaten Altersruhesitz hat.

------------------------------------------------------------------Am 24. März 2009 ist Militärdekan a.D. Friedrich-Karl Scheel im Alter von 81 Jahren in Bonn verstorben.

Einunddreißig Jahre lang war er Militärgeistlicher, zunächst als Standortpfarrer in Bruchsal-Philippsburg, danach als Wehrbereichsdekan in Stuttgart. Zwanzig Jahre lang war er Referatsleiter im Kirchenamt für die Bundeswehr in Bonn und verantwortlich für den Bereich Personal. Weggefährten erinnern sich besonders an sein freundlich-bescheidenes Auftreten – ein Mann der Klarheit schätzte, aber nicht auf Konfrontation setzte. Die Evangelische Militärseelsorge ist dankbar für den Dienst von Friedrich-Karl Scheel. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Elisabeth, den drei Kindern und sieben Enkelkindern.
Quelle: Evangelische Militärseelsorge

Pfr. Dr. Dr. Eugen Wölfle 1963 - 1973 Pfarrer Dr. Dr. Eugen Wölfle Er war über viele Jahre Bezirksjugendpfarrer und organisierte jedes Jahr Freizeiten, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Er gründete den Jugendkreis Rheinbischofsheim, zu dem sich auch viele Jugendliche aus dem nördlichen Hanauerland gesellten. 2007 trafen sich einige aus diesem Kreis mit ihm in Lech/Arlberg, um die 'alten' Wandertouren noch einmal zu erleben. Ebenso gründete er einen Männerkreis, mit dem er Mehrtages-Fahrten unternahm, z.B. nach Bad Reichenhall und Berlin. Er war mit prägend für die Partnerschaft mit Lindenberg / Brandenburg in der einstigen DDR. Bei einem der Besuche wurden einmal einige der Reisegruppe einen Tag und eine Nacht lang von der Stasi festgehalten. Er erfreute sich immer wieder der Extra-Kuchen, die vom Frauenkreis, den er hielt, für ihn gebacken wurden. Der Bau des Gemeindehauses – des ersten Gemeindehauses im nördlichen Hanauerland, geht auf sein Verdienst zurück.
Pfarrer Plagge 1974 - 1989 Pfarrer Jochen Plagge Er war leidenschaftlicher Astronom und Fotograf. Im Pfarrgarten gibt es noch eine große Betonfläche, auf der das bewegliche Fernrohr gefahren werden konnte. Ehemalige Konfirmanden berichten über profunde Himmelskunde als Ergebnis ihres Konfirmandenunterrichtes. Er führte den Kindergottesdienst ein und auch Freizeiten mit den Kindergottesdienstkindern. Pfarrer Plagge galt als schneller Autofahrer, der seinen in der Gemeinde bekannten Golf GTI gekauft habe, „um damit schneller nachHausgereut kommen zu können!“ Zu seiner Zeit gab es viele Familiengottesdienste. Dabei war vor allem auch seine Frau, die Pfarrfrau Plagge sehr aktiv. Sie machte den Kindergottesdienst und dirigierte den Kirchenchor. Während seiner Amtszeit bildete er einige Lehrvikare aus. Was seine Nachfolgerin Pfarrerin Ulla Eichhorn weiterführte.
Pfarrerin Ulla Eichhorn 1990 - 2005

Pfarrerin Ulla Eichhorn

Sie führte die bestehenden Gruppen weiter und füllte den Kindergottesdienst (nach der Vakanzzeit) wieder mit neuem Leben und gründete eine Jugendgruppe. Sehr wichtig waren ihr ihre MitarbeiterInnen. So wurden unter ihrer Regie Rüstzeiten für Kirchengemeinderat, Frauen, Kinder und Jugendliche durchgeführt. Ebenso wurden Gemeindeausflüge, wie z.B. nach Ludwigshafen, Prag, Lindenberg, Worms angeboten, die eine große Resonanz in der Gemeinde fanden.
Sie fungiert als Reiseleiterin bei zwei Studienreisen nach Israel an denen auch Menschen aus dem Kirchenbezirk Kehl teilnahmen (s.Foto).
Über einige Jahre war Sie Bezirksjugendpfarrerin und Mitglied der Landessynode. Ebenso fiel in ihre Zeit die große Renovierung der Evang. Kirche in Rheinbischofsheim in den Jahren 1997/98, (Kosten ca. 1,3 Millionen DM). Zur Mitfinanzierung durch die Gemeinde, wurden zwei große Gemeindefeste mit unzähligen Helfern aus allen drei Orten - mit großem Erfolg - gefeiert. Sie verstand es Menschen zu motivieren, in der Gemeinde mitzuarbeiten. Ebenso bildete sie in ihrer Amtszeit vier Lehrvikare aus. Auch wurde diese Webseite gegründet.
2005 - 2006 Pfarrer Willi Schneider i.R. In der kurzen Zeit der Vakanzvertretung hat der Pfarrer im „Unruhestand“ Willy Schneider die Herzen der Bischemer erreicht. In seine Zeit fiel der nach vielen Jahrzehnten sehr notwendige Umbau des Pfarrhauses, der mit großem ehrenamtlichen Engagement durchgeführt wurde. Pfarrer Willy Schneider brachte gemeinsam mit seiner Frau Asuma den Gemeindegliedern einiges aus dem christlichen Glaubensleben in Afrika, speziell aus Kenia, nahe: sie berichteten viel von dort und von dem von ihnen gegründeten Waisenhaus Malaika Childrens Home und brachten Lieder und Jubelrufe von dort in die Gottesdienste mit ein. Unvergesslich wird auch eine Krippenausstellung mit unzähligen Werken aus Afrika sein, die Pfarrer Schneider im leerstehenden Bischemer Pfarrhaus veranstaltete.
Pfarrer Kubach in Aktion 2006 - 2010

Pfarrer Volker Kubach

In seiner Amtszeit wurde diese Webseite erweitert und u.a. mit diesen Informationen zu den Pfarrern von Rheinbischofsheim erweitert. Auch die viel beachtete Online Bereitstellung der alten Kirchenbücher für Genealogie Zwecke geht auf seine Initiative zurück. Pfr. Kubach verließ, auf eigenen Wunsch, Ende August 2010 die Gemeinde und ist nun im Schuldienst an einer Berufsschule am Bodensee.

2010 - 2011

 

Pfarrer Willi Schneider i.R.

Der Pfarrer im „Unruhestand“ Willy Schneider hat erneut die Vakanzvertretung übernommen. Wir danken hierfür herzlichst.

2011 - dato

Pfarrer Martin Grab

Seit dem 01.09.2011 Pfarrer in unserer Kirchengemeinde. In seiner Amtsperiode wurden erstmals Predigttexte Online bereitgestellt.
Es gab einige Neuerungen, unter anderem "Treffpunkt Bibel" - Kindertag - Kindergottesdienst am Samstagmorgen - Bibliolog. Im Bereich der Verwaltung führte er die digitale Führung der Pfarramtskasse ein. Das "Haushaltssicherungskonzept" wurde eingeführt und ermöglichte es, die finanzielle Schieflage der Kirchengemeinde zu beenden.